Das Schweißen ist eines der ältesten Verfahren, um Werkstücke miteinander zu verbinden. Welche Methoden es für das Schweißen gibt und welche Unterschiede hier bestehen erfahren Sie in unserem Kategorietext.
Bei dem Schweißen handelt es sich um ein sogenanntes Fügeverfahren, bei dem zwei oder mehrere feste Körper dauerhaft verbunden (gefügt) werden.
Gemäß EN 14610 und der DIN 1910-100 wird das Schweißen als das unlösbare Verbinden von Bauteilen unter Anwendung von Wärme und/oder Druck mit oder ohne Schweißzusatzwerkstoffe definiert. Bei den Schweißzusatzwerkstoffen werden üblicherweise Stäbe oder Drähte zugeführt, abgeschmolzen und erstarren anschließend in der Fuge.
Anders beim Löten, bei dem nur das Lot flüssig wird, während das Bauteile erwärmt, wird bei dem Schweißen die Verbindungen mit hoher Festigkeit durch das Schmelzschmeißen verbunden.
Bei dem Schweißen können bei falscher Anwendung mehrere Fehler auftreten. Die häufigsten Fehler sind Schweißfehler, die die Schweißkonstruktion beeinträchtigen, wie z.B. Risse, Einschlüsse, oder Schweißverzuge. Auch Schweißnahtfehler, bei denen die Schweißverbindungen nicht optimal gefertigt wurden, sind ein typischer Fehler bei falscher Anwendung.
Man unterscheidet bei dem Schweißen nach unterschiedlichen Methoden, wie z.B. das WIG-Schweißen und dem MIG/MAG-Schweißen. Passende Schweißgeräte zu den Methoden finden Sie bei uns im Emax Haustechnik Online Shop.
Bei den Schweißmethoden unterscheidet man unter den 4 wichtigsten. Diese sind:
Bei dem sogenannten Lichtbogenhandschweißen brennt zwischen dem Werkstück und einer durch die Hand geführte Stabelektrode ein Lichtbogen. Der Vorteil vom Elektroden-Schweißen ist, dass dieses für viele Werkstoffe verwendbar ist und keine besonderen, äußerlichen Gegebenheiten notwendig sind.
Bei dem Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG-Schweißen) wird anders als beim MAG-Schweißen kein Draht verwendet sondern eine Wolfram-Elektrode. Ein Vorteil vom WIG-Schweißen ist, dass hier kein Schweißrauch oder Rückstände entstehen. Zusätzlich können mit dem WIG-Schweißen alle Metalle miteinander verbunden werden.
Das Mag-Schweißen (Metall-Aktiv Gasschweißen) wird für das normale Stahl-Schweißen verwendet. Bei dem MAG Schweißen werden keine edleren Materialien verbunden.
Bei dem Gasschmelzschweißen dient eine Flamme als Wärmequelle. Insbesondere beim Schweißen von Rohren, Blechen und Karosserien kommt dieses Schweißverfahren zum Einsatz.
Bei dem Löten handelt es sich um ein thermisches Verfahren zum Fügen von Werkstoffen. Bereits ca. 5000 v. Chr. wurden Metalle wie Silber, Gold und Kupfer mit einem Lot aus Kupfer und Gold oder Kupfer und Silber zusammengefügt. Die Löttechnik hat sich über die Jahre hinweg deutlich verbessert und mit Zinn als Lötmetall wurde die Löttechnik revolutioniert. Durch automatisierte Lötvorgänge wurden die Prozesse deutlich vereinfacht und Massenanfertigungen sind möglich.
Der Aufbau vom Lötkolben lässt sich grob in 3 Teile aufgliedern. Der Lötkolben besteht aus einem Stromkabel, einem Griff und einem Kopf der ein Heizelement, die Lötkolbenspitze und einen Temperatursensor besitzt. Für das Löten setzen Sie die Lötspitze an das zu verlötende Segment an und führen den Lötdraht zwischen Werkstück und Lötspitze. Den Lötdraht so lange nachführen, bis die Kontaktfläche vollständig benetzt ist. Nach dem Lötvorgang sollten Sie die Lötstelle überprüfen und bei Bedarf korrigieren.
Prinzipiell wird in der Löttechnik zwischen dem Weich- und dem Hartlöten unterschieden. Die Verfahren unterscheiden sich durch den Schmelzpunkt des Lots. Dieser liegt bei Weichlot unter 450 Grad und bei einem Hartlot zwischen 450 und 1100 Grad. Hartlöten wird zum Verbinden von Werkstücken in der Fertigung verwendet. Weichlöten wird für leitfähige Verbindungen von leitenden Teilen verwendet und im Heimwerkerbereich genutzt.
Bei dem Löten sollten Sie darauf achten, dass Sie einen Lötkolben mit der richtigen Temperaturleistung und der passenden Lötspitze wählen. Das Lot sollte vor der Anwendung überprüft werden und von Schmutz und ähnlichem gereinigt werden. Vor dem eigentlichen Löten müssen Sie die Bauteile mit der Lötkolbenspitze auf die gewünschte Arbeitstemperatur bringen.
Wenn die Bauteile falsch gelötet wurden gilt es diese zu trennen. Um dies zu erreichen müssen Sie das Lot erneut erhitzen und die Teile auseinanderziehen, sobald das Lot geschmolzen ist. Beachten Sie bei falsch gelöteten Bauteilen, dass die Hitzebelastung der Bauteile höher ist und dadurch die Bauteile schneller beschädigt werden könnten.