Rückspülfilter sind die langlebige Alternative zu einfachen Sedimentfiltern. Sie reinigen sich durch einen integrierten Rückspülmechanismus selbst und halten so Sand, Rost und Schmutzpartikel aus dem Leitungswasser fern. Ob am Hausanschluss oder vor einer Enthärtungsanlage – ein Rückspülfilter sorgt dafür, dass Ihre Installationen frei von Ablagerungen bleiben. Häufig werden sie mit einem Druckminderer kombiniert und sind in Anschlussgrößen wie 1 Zoll (DN 25) oder 1¼ Zoll (DN 32) erhältlich.
Der Name verrät die Technik: Bei einem Rückspülfilter wird das Wasser periodisch in entgegengesetzter Richtung durch das Filterelement geleitet. Partikel, die sich im Edelstahlsieb gesammelt haben, werden so ausgespült und über einen Ablauf entsorgt. Die Filterfeinheit liegt je nach Modell zwischen 50 und 100 µm. Dadurch muss der Filtereinsatz nicht ausgewechselt werden, was Betriebskosten spart und die Umwelt schont.
Viele Rückspülfilter sind mit einem integrierten Druckminderer ausgestattet. Dieser reduziert den Zulaufdruck und schützt Rohrleitungen vor höheren Lastspitzen. Varianten ohne Druckminderer lassen sich einfach in bestehende Anlagen integrieren, wenn der Druck anderweitig geregelt wird. Modelle mit Doppelmanometer zeigen Eingangsdruck und Ausgangsdruck an, sodass Sie die optimalen Werte einstellen können. Beliebte Produkte sind der Grünbeck PureliQ: R, der Judo JR6 und der Conel Rückspülfilter mit drehbarem Anschluss.
Es gibt manuell bediente und automatisch rückspülende Filter. Bei manuellen Modellen öffnen Sie das Spülventil per Hand. Automatische Rückspülfilter nutzen eine integrierte Zeitschaltuhr oder werden durch einen Differenzdrucksensor ausgelöst. Einige Systeme lassen sich an die Hausautomation anbinden. Achten Sie bei der Auswahl auf die DVGW-Zertifizierung, die einfache Demontage des Siebeinsatzes und die transparente Filterglocke zur Sichtkontrolle.
Rückspülfilter werden wie Feinfilter direkt hinter dem Wasserzähler installiert. Wichtig ist ein Abzweig zum Abwasserrohr, damit das Schmutzwasser beim Spülen ordnungsgemäß abgeleitet wird. Für den Einbau benötigen Sie zwei Absperrventile, damit Sie den Filter auch während des Betriebs warten können. Das Gehäuse sollte frei zugänglich sein, um das Spülventil bequem bedienen zu können.
Die gängigsten Anschlussgrößen für Rückspülfilter sind 1 Zoll (DN 25) und 1¼ Zoll (DN 32). Für Einfamilienhäuser reicht häufig die kleinere Nennweite. Beim Austausch eines vorhandenen Filters sollte die neue Armatur dieselbe Nennweite haben, um Umbauten zu vermeiden. Bei hohem Wasserdurchfluss empfiehlt sich eine größere Nennweite, um Druckverluste zu minimieren.
Je nach Wasserqualität wird das Spülen in Intervallen von ein bis drei Monaten empfohlen. In Gebieten mit hoher Schwebstoffbelastung sollten Sie den Filter häufiger rückspülen. Achten Sie auf einen klaren Wasserstrahl beim Spülen; ist das Spülwasser nur leicht getrübt, genügt eine kürzere Spüldauer. Bei Filtern mit automatischem Spülprogramm können Sie das Intervall individuell einstellen.
Der Filtereinsatz eines Rückspülfilters ist auf dauerhaften Betrieb ausgelegt und muss in der Regel nicht ausgetauscht werden. Sobald Sie jedoch Beschädigungen am Sieb feststellen oder der Filter trotz regelmäßiger Spülung keinen ausreichenden Durchfluss mehr liefert, sollte das Sieb ersetzt werden. Ein kompletter Austausch ist nur selten erforderlich.
Rückspülfilter sind ideal als Vorfilter vor einer Enthärtungsanlage oder einer Membranfilteranlage geeignet. Sie schützen Warmwasserbereiter, Leitungen und Sanitärarmaturen und tragen zu einer längeren Lebensdauer bei. Im Vergleich zu einfachen Feinfiltern bieten sie dank der Rückspülfunktion geringen Wartungsaufwand und verursachen kaum Folgekosten. Mit einem Rückspülfilter von Hauswasserstationen können Sie Ihre Wasseraufbereitung optimal ergänzen.
Ein Rückspülfilter ist sinnvoll, wenn Sie Ihre Trinkwasserinstallation dauerhaft vor Sand, Rost und Schmutzpartikeln schützen und gleichzeitig den Wartungsaufwand gering halten möchten. Durch die Rückspülfunktion entstehen keine laufenden Kosten für Filterpatronen.
Je nach Wasserqualität sollte alle ein bis drei Monate gespült werden. In Regionen mit hoher Partikelbelastung kann ein häufigeres Spülintervall sinnvoll sein.
Als Faustregel gilt: Bei normalem Gebrauch reicht eine Spülung alle zwei Monate. In der Gebrauchsanleitung des Herstellers finden Sie genaue Empfehlungen. Achten Sie auf einen starken Durchfluss beim Spülen, damit sich die Partikel lösen.
Ein Rückspülfilter muss im Normalfall nicht gewechselt werden. Das Edelstahlsieb ist langlebig. Nur wenn das Sieb beschädigt oder verstopft ist, sollte es durch ein Originalersatzteil ersetzt werden.
Ja, insbesondere bei höherer Schwebstoffbelastung im Leitungswasser empfiehlt sich ein Rückspülfilter. Er reduziert den Wartungsaufwand gegenüber klassischen Feinfiltern und schützt zugleich die nachgeschaltete Trinkwasserinstallation.