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Dichten - Vielfalt an Material und Einsatzgebieten

Dichtungen sind meist dort im Einsatz, wo man sie nicht sieht. Das kann zwischen Rohren, unter Beilagscheiben oder am Siphon unter dem Waschbecken sein.

Abdichtungsmittel und Dichtungsmaterial

Dichtmittel sollen verhindern, dass z. B. Flüssigkeiten oder Gase aus Verbindungen oder Leitungen unerwünscht austreten. Einfaches Beispiel ist ein tropfender Wasserhahn, bei dem ein sogenannter O-Ring nicht mehr ganz dicht hält. Dichtungsringe und Flachdichtungen aus Gummi und anderem Material sind nur ein Teil der Dichtprodukte, die sich bei den Angeboten der Kategorie Dichtung darstellen. Dabei basieren die jeweiligen Verwendungsmöglichkeiten auf den diversen Materialien der dabei benutzten Mittel zum Dichten.
Zu unterscheiden sind

  • dynamische (Kolben, Hydraulik) und
  • statische Dichtungen.

Während bei dynamischen Dichtungen sich die Dichtelemente zueinander bewegen, führen statische Dichtungen keine solchen Relativ-Bewegungen aus. Statische Dichtungen kommen weit verbreitet z. B. als Flachdichtungen oder Metallprofildichtungen (Klemmringe, Rohrverbinder) vor. Aber auch Dichtungsmassen (Bitumen, Kitt, Polyurethan und Silikon) und Dichtmaterial wie Hanf oder Teflonband gehören dazu. Ein typisches Beispiel für die Flachdichtungen ist der viel eingesetzte O-Ring.

 

Für Dichtungen muss Material zwei wichtige Anforderungen erfüllen. Es sind jeweils eine gewisse Adhäsion sowie Kohäsion nötig. Adhäsion bedeutet dabei die Haftfestigkeit des Dichtstoffes zum abzudichtenden Bauteil. Kohäsion bezeichnet die innere Festigkeit (Widerstand), die gegen das Zerreißen des Dichtstoffes, z. B. unter entsprechendem Druck wirkt. Es wird deshalb auch zwischen chemisch reaktiven und physikalisch reaktiven Dichtmitteln unterschieden. Chemische Bindungen sollen dauerhafter als physikalische sein. Für Dichtungen als Material kommen Elastomere, formfeste Kunststoffe, Gummi aus Kautschuk, Polymere (Silikon) oder PTFE hauptsächlich zum Einsatz.

Vom Dichtungsring über Flachdichtungen bis zu Gewindedichtungen

  1. Dichtungsringe

    Die Dichtungsringe sind vielseitig anwendbar und halten vor allem hohem Druck stand. Deren großer Vorteil ist die Rückstellfähigkeit (Nach Verformung wieder in Ursprungsform zurück, wenn der Druck nachlässt). Meist aus diversen Materialien hergestellt sind z. B. Dichtringe für KG 2000-Rohre. Das sind unter anderen Polypropylen (PP), Nitrile Butadiene Rubber (NBR) oder EPDM (Ethylen Propylen Dien Monomere-Kautschuk).

  2. Flachdichtungen

    Flachdichtungen Gummi / Elastomere sind sehr oft im Einsatz. Meist etwa 2 mm stark, runde bzw. ovale Form und recht widerstandsfähig. Sie kommen in verschiedenen Ausführungen und Größen in den Handel. Häufige Verwendung finden sie z. B. in allen möglichen Rohrverbindungen.

  3. Gewindedichtungen

    Gewindedichtungensind üblich bei diversen Verschraubungen und Schraubverbindungen.

    • Teflonband

      Polytetrafluorethylen (PTFE)-Gewebedichtband, auch als Teflonband bekannt, ist sehr beliebt im Heizungs- und Sanitärbereich. Mit dem beständigen, druckfesten, flexiblen, zähen Kunststoff sind Feingewinde bis DN 10 (3/8 Zoll) gut wickelbar und somit gewindedicht zu machen. Ein Vorteil ist die Temperaturbeständigkeit im Bereich von etwa - 65 Grad bis + 250 Grad Celsius. Das Band ist nicht brennbar und resistent gegen Pilzbefall. Es ist einfach und schnell einsetzbar und quillt nicht.

    • Gewindedichtfaden

      Eine sehr interessante Alternative zu PTFE ist der weiße Gewindedichtfaden aus festem Polyamid. Anschlusstücke aus Metall oder Kunststoff sowie Rohrgewinde lassen sich mit dieser Gewindedichtung bestens sichern. Die Dichtwirkung tritt, auch bei vollem Druck, sofort ein. Auch hier ist der Temperaturbereich groß, etwa von - 55 bis + 130 Grad Celsius. Bis Gewindegröße R 4 Zoll einsetzbar.

    • Hanf

      Die klassische Methode der Gewindedichtungen, die jeder Profi und jeder Heimwerker kennt, ist das Umwickeln mit Hanf. Dabei ist, wie bei Faden und Teflon auch, die Wickelrichtung wichtig. Sie muss sich im Uhrzeigersinn bewegen. Anders als bei den beiden vorherigen Alternativen ist bei der Hanfwickelung das zusätzliche Aufbringen einer Dichtpaste erforderlich. Deren Basis ist ein genau abgestimmtes Gemisch aus hochraffinierten Mineralölen plus asbestfreiem Füllstoff. Die Dichtpaste ist gift-, silikon- und lösungsmittelfrei. Sie schützt den Hanf vor schädlichen biologischen und chemischen Einflüssen. Außerdem füllt sie sicher eventuell noch undichte Stellen und schützt das Gewinde vor Korrosion. Dank der Temperaturbeständigkeit von -20 bis + 100 Grad Celsius ist die Paste geeignet für Gas-, Heizungs- und Trinkwasseranlagen.

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