Speicher einfach erklärt

Speicher kommen in der Haustechnik zum Einsatz, um erzeugte Wärmenergie für die Heizungsanlage oder das Frischwasser zwischen zu speichern und diese bei Bedarf wieder abzugeben. Speicher mit integriertem Wärmetauscher können die Wärmeenergie neben der Speicherung zusätzlich auf ein anderes Medium übertragen. Das Füllmedium ist zumeist Wasser.

Nachteilig an Speichern ist der ständige Wärmeverlust, der aus der Differenz von Umgebungstemperatur und Speichermedium resultiert. Der Wärmeverlust lässt sich durch eine ausreichend dicke Isolierung mit hohem Wärmedämmwert reduzieren.

Der Speicher selbst besteht zumeist aus Stahl oder Edelstahl. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der meist verwendetesten Speicher.

 

Heizwasser-Pufferspeicher

Der Pufferspeicher ist ein Zwischenspeicher, der Wärme nach der Erzeugung durch eine Zentralheizungsanlage (häufig Festbrennstoffe wie Holz oder Pellets) speichert, und diese bei Bedarf wieder an das Heizungssystem abgibt. Auch überschüssige Energie, welche z.B. durch eine Solaranlage erzeugt wird kann zwischengespeichert werden, um sie bei Bedarf wieder abzugeben. Der Pufferspeicher dient damit der Entkopplung von Energieerzeugung und Energieabnahme und verbessert bei vielen Wärmeerzeugern das Gesamtbetriebsverhalten und somit den Wirkungsgrad.

Zur Speicherauslegung gibt es eine Faustformel, die besagt, dass ca. 60-70 Liter Speichervolumen auf eine Kilowattstunde installierte Heizleistung kommen. In einem Einfamilienhaus kommt man somit häufig auf Speichergrößen zwischen 800 und 2000 Liter. Beachten Sie, dass diese Angaben nicht die fachtechnische Detailplanung ersetzen. Da ein solcher Speicher viel Platz wegnimmt, gibt es diese Speicher auch als Erdpufferspeicher, die in der Erde vergraben werden.

Das Gegenteil vom Pufferspeicher ist die Verwendung eines Durchlauferhitzers. Bei diesem wird das Medium sofort bei Bedarf und beim Durchströmen des Durchlauferhitzers auf die gewünschte Solltemperatur erwärmt. Die Wirtschaftlichkeit für das Eine oder das Andere hängt vom Gesamtkonzept ab.

Verfügt der Pufferspeicher über mindestens einen integrierten Wärmetauscher (lange Rohrschlange aus wärmeleitendem Material), der das Trinkwasser im Durchlaufprinzip erwärmt, spricht man von einem Hygienespeicher.

Verfügt der Pufferspeicher über einen zusätzlichen integrierten Tank für Warmwasser, der vom Heizungswasser umgeben ist, spicht man von einem Kombispeicher.

Hygienepeicher

Hygienespeicher sind Pufferspeicher mit integriertem Wärmetauscher. Wärmetauscher übertragen Wärmeenergie von einem Medium auf das Andere ohne das es zu einem direkten Kontakt der Medien kommt. Das heiße Heizwassers des Pufferspeichers erwärmt somit das im Wärmetauscher enthaltene Frischwasser im Durchlaufprinzip. Dadurch, das das Wasser nur bei Bedarf erwärmt wird besteht eine geringere Gefahr von Legionellenbildung als bei Kombispeichern. Hygienespeicher sorgen dafür, dass sich das Wasser stets in hygienisch einwandfreiem Zustand befindet

Kombispeicher

Der Kombispeicher ist ein Pufferspeicher mit einem zusätzlich integrierten Tank für Trinkwasser (Tank in Tank- Prinzip). Die Tanks von Heizwassers und Trinkwassertank sind durch ein Wärmeleitblech voneinander getrennt, sodass Brauch- bzw. Trinkwasser durch das aufgeheizte Heizwasser erwärmt wird. Durch die "Lagerung" des Wassers besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit der Legionellenbildung als bei Frischwasser- oder Hygienespeichern.

Solarspeicher

Solarspeicher kommen zum Einsatz, wenn das Wasser im Speicher zusätzlich zu einem Wärmeerzeuger auch von einer Solaranlage erwärmt wird. Damit dies technisch möglich ist, ist ein zusätzlicher Wärmetauscher im unteren Bereich des Speichers notwendig. Reicht die Sonnenenergie nicht aus, um das Wasser im Speicher auf die gewünschte Solltemperatur zu erwärmen, dann schaltet sich automatisch der Wärmeerzeuger zu. Häufig werden auch noch Elektroheizstäbe eingesetzt, um die durch die Sonnenenergie gewonnene Temperatur anzuheben, ohne das die Inbetriebnahme des Wärmeerzeugers notwendig ist. Solarspeicher gibt es in verschiedenen Ausführungen:

1. Kombispeicher für Heizwasser und Brauchwasser

2. Brauchwasserspeicher für Brauch- und Trinkwasser

Hochleistungsspeicher, Wärmepumpenspeicher

Da Wärmepumpen im Niedertemperaturbereich arbeiten sind sogenannte Hochleistungsspeicher mit extra großen Wärmetauschern erforderlich. Die Gesamtquerschnittsfläche des Wärmetauschers ist deutlich größer als bei herkömmlichen Speichern. Durch den Einsatz dieser Hochleistungsspeicher wird trotz Niedertemperaturprinzip der Wärmepumpen die erforderliche Wärmeenergie an den Speicher übergeben und die entsprechenden Leistungskennzahlen erreicht.

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Speicher einfach erklärt

Speicher kommen in der Haustechnik zum Einsatz, um erzeugte Wärmenergie für die Heizungsanlage oder das Frischwasser zwischen zu speichern und diese bei Bedarf wieder abzugeben. Speicher mit integriertem Wärmetauscher können die Wärmeenergie neben der Speicherung zusätzlich auf ein anderes Medium übertragen. Das Füllmedium ist zumeist Wasser.

Nachteilig an Speichern ist der ständige Wärmeverlust, der aus der Differenz von Umgebungstemperatur und Speichermedium resultiert. Der Wärmeverlust lässt sich durch eine ausreichend dicke Isolierung mit hohem Wärmedämmwert reduzieren.

Der Speicher selbst besteht zumeist aus Stahl oder Edelstahl. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung der meist verwendetesten Speicher.

 

Heizwasser-Pufferspeicher

Der Pufferspeicher ist ein Zwischenspeicher, der Wärme nach der Erzeugung durch eine Zentralheizungsanlage (häufig Festbrennstoffe wie Holz oder Pellets) speichert, und diese bei Bedarf wieder an das Heizungssystem abgibt. Auch überschüssige Energie, welche z.B. durch eine Solaranlage erzeugt wird kann zwischengespeichert werden, um sie bei Bedarf wieder abzugeben. Der Pufferspeicher dient damit der Entkopplung von Energieerzeugung und Energieabnahme und verbessert bei vielen Wärmeerzeugern das Gesamtbetriebsverhalten und somit den Wirkungsgrad.

Zur Speicherauslegung gibt es eine Faustformel, die besagt, dass ca. 60-70 Liter Speichervolumen auf eine Kilowattstunde installierte Heizleistung kommen. In einem Einfamilienhaus kommt man somit häufig auf Speichergrößen zwischen 800 und 2000 Liter. Beachten Sie, dass diese Angaben nicht die fachtechnische Detailplanung ersetzen. Da ein solcher Speicher viel Platz wegnimmt, gibt es diese Speicher auch als Erdpufferspeicher, die in der Erde vergraben werden.

Das Gegenteil vom Pufferspeicher ist die Verwendung eines Durchlauferhitzers. Bei diesem wird das Medium sofort bei Bedarf und beim Durchströmen des Durchlauferhitzers auf die gewünschte Solltemperatur erwärmt. Die Wirtschaftlichkeit für das Eine oder das Andere hängt vom Gesamtkonzept ab.

Verfügt der Pufferspeicher über mindestens einen integrierten Wärmetauscher (lange Rohrschlange aus wärmeleitendem Material), der das Trinkwasser im Durchlaufprinzip erwärmt, spricht man von einem Hygienespeicher.

Verfügt der Pufferspeicher über einen zusätzlichen integrierten Tank für Warmwasser, der vom Heizungswasser umgeben ist, spicht man von einem Kombispeicher.

Hygienepeicher

Hygienespeicher sind Pufferspeicher mit integriertem Wärmetauscher. Wärmetauscher übertragen Wärmeenergie von einem Medium auf das Andere ohne das es zu einem direkten Kontakt der Medien kommt. Das heiße Heizwassers des Pufferspeichers erwärmt somit das im Wärmetauscher enthaltene Frischwasser im Durchlaufprinzip. Dadurch, das das Wasser nur bei Bedarf erwärmt wird besteht eine geringere Gefahr von Legionellenbildung als bei Kombispeichern. Hygienespeicher sorgen dafür, dass sich das Wasser stets in hygienisch einwandfreiem Zustand befindet

Kombispeicher

Der Kombispeicher ist ein Pufferspeicher mit einem zusätzlich integrierten Tank für Trinkwasser (Tank in Tank- Prinzip). Die Tanks von Heizwassers und Trinkwassertank sind durch ein Wärmeleitblech voneinander getrennt, sodass Brauch- bzw. Trinkwasser durch das aufgeheizte Heizwasser erwärmt wird. Durch die "Lagerung" des Wassers besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit der Legionellenbildung als bei Frischwasser- oder Hygienespeichern.

Solarspeicher

Solarspeicher kommen zum Einsatz, wenn das Wasser im Speicher zusätzlich zu einem Wärmeerzeuger auch von einer Solaranlage erwärmt wird. Damit dies technisch möglich ist, ist ein zusätzlicher Wärmetauscher im unteren Bereich des Speichers notwendig. Reicht die Sonnenenergie nicht aus, um das Wasser im Speicher auf die gewünschte Solltemperatur zu erwärmen, dann schaltet sich automatisch der Wärmeerzeuger zu. Häufig werden auch noch Elektroheizstäbe eingesetzt, um die durch die Sonnenenergie gewonnene Temperatur anzuheben, ohne das die Inbetriebnahme des Wärmeerzeugers notwendig ist. Solarspeicher gibt es in verschiedenen Ausführungen:

1. Kombispeicher für Heizwasser und Brauchwasser

2. Brauchwasserspeicher für Brauch- und Trinkwasser

Hochleistungsspeicher, Wärmepumpenspeicher

Da Wärmepumpen im Niedertemperaturbereich arbeiten sind sogenannte Hochleistungsspeicher mit extra großen Wärmetauschern erforderlich. Die Gesamtquerschnittsfläche des Wärmetauschers ist deutlich größer als bei herkömmlichen Speichern. Durch den Einsatz dieser Hochleistungsspeicher wird trotz Niedertemperaturprinzip der Wärmepumpen die erforderliche Wärmeenergie an den Speicher übergeben und die entsprechenden Leistungskennzahlen erreicht.

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